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Einsatzberichte

Helfer brauchten Hilfe

Während der Ortsverband in einem Hilfeeinsatz am Wiesensee mit Pumparbeiten beschäftigt war, geriet die eigene THW-Unterkunft in Gefahr. Ein Regenüberlaufbauwerk oberhalb der Unterkunft wurde zum Einsatzmittelpunkt für viele Freiwillige Feuerwehren der Verbandsgemeinde Westerburg

Der Ortsverband wurde kurz vor Mittag zusammen mit den Feuerwehren von Stahlhofen am Wiesensee und Gemünden zu einem Hilfeleistungseinsatz bei einem Hotel am Wiesensee gerufen. Die Trafostation des Hotels drohte überflutet zu werden. Gleichzeitig waren der Ostflügel des Gebäudes, in dem auch der Wellnessbereich untergebracht ist, sowie Teile des Golfplatzes bedroht.

Nur durch das kontrollierte Abpumpen mit zuletzt knapp 5000 l/min war es möglich, eine Entlastung der Überläufe der beiden Teichanlagen zu erreichen und so einer Gefährdung der Transformatorenstation entgegen zu wirken.
Während der Pumparbeiten gingen im gesamten Westerwaldkreis die Alarmmeldungen von überfluteten Kellern, ansteigenden Bächen und überlasteten Kanalisationen ein. Dies betraf auch ein Regenüberlaufbauwerk genau oberhalb der THW-Unterkunft. Der Wasserabgang des Bauwerkes reichte bei weitem nicht aus, die zufließenden Mengen zu kontrollieren, so dass die gesamte Naturanlage über den Maximalpegel geriet. Das Wasser suchte seinen Weg über den steilen Hang am THW-Gelände und überflutete die Längsseite der Unterkunft, drang in das Gebäude ein und breitete sich dort in den Aufenthalts- und Schulungsräumen aus. Mit insgesamt 12 Wehren und 12 Tragkraftspritzen wurden das Wasser aus dem Becken gepumpt. Die Zeit konnte genutzt werden, um die Unterkunft mit Sandsäcken zu sichern. Um 23:30 Uhr rückten die Feuerwehren ab. Ca. 30 Minuten später war der Maximalpegel wieder erreicht und das Wasser strömte abermals an die nun befestigte Unterkunft und konnte kontrolliert ablaufen. Noch am nächsten Morgen war ein unverändertes Lagebild. Erst gegen Mittag ließ der Zufluss nach und am darauffolgenden Abend bestand keine Gefahr mehr für die Liegenschaft.

Seit der Errichtung des Überlaufbauwerks war eine solche Notsituation noch nie eingetreten,, berichtet der ehemalige Ortsbeauftragte Günther Seekatz.
Nicht auszudenken was geschehen wäre, wenn der Wassereintritt nicht rechtzeitig bemerkt worden wäre, kommentiert Thorsten Kraft die Situation. Wir haben große Teile der Unterkunft zur Zeit generalsaniert. Der Trockenbau war abschlossen. Die Schäden wären groß geworden. Das Schlimmste jedoch wäre der Bauverzug gewesen, was unmittelbare Folgen auf den Dienstbetrieb und die Ausbildung gehabt hätte.

14.01.2011 - Verfasser: Thorsten Kraft

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