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Einsatzberichte

ISDN-Netz der Extraklasse

Zum zweiten mal seit dem Einsatz im Oderhochwasser mussten die Helfer der Westerburger Fachgruppe Führung und Kommunikation des THW zeigen, dass sie großflächig modernste Kommunikationsmittel zur Verfügung stellen kann.



In der Zeit vom 13.09.-17.09.2000 fand in Ovelgönne die Bundesforstmesse statt. Die Fachgruppe Führung und Kommunikation unseres Ortsverbandes wurde mit der Aufgabe des Aufbaus eines kompletten ISDN-Kommunikationsnetzes über das gesamte Messe- und Ausstellungsgelände betraut.

Die ursprünglichen Planungen sahen eine 3,2 km lange Verbindung bis zum Mittelpunkt des Messegeländes vor, von dem aus sternförmig die Aussteller mit Telekommunikation versorgt werden sollten. Weiterhin sollten die Messeleitung sowie die THW Einsatzleitung, die ca 1,2 km entfernt untergebracht war, und das 1,7 km entfernte Presse- und Infocenter per ISDN erreichbar sein.
Macht man sich die Ausmaße des Messegeländes bewusst, welches mit einer Ausdehnung von ca 2,5 km breite und 2 km länge mitten im Wald lag, mit Waldwegen und Waldstücken durchzogen war, hat man eine ungefähre Ahnung, was dort auf die Helfer zukam. Bedingt durch den sandigen Boden, war zumindest eine Verlegung der Feldfernkabel im Tiefbau möglich - eine Tatsache, die im Gegensatz zum Hochbau enorme Zeitersparnis bedeutete.

Eine Woche vor Messebeginn setzten sich acht Helfer der Fachgruppe FK zum Aufbau des Kabelnetzes Richtung Ovelgönne in Bewegung. Dort musste zunächst der Verlegeplan grundsätzlich verändert werden. Der Grund: Die Messeleitung hat zwischenzeitlich mit mehr als einem Dutzend Ausstellern Verträge über ISDN-Nutzungen abgeschlossen; sogar ein Internetcafe war in einem der Zelte geplant. Umplanung war angesagt. In diesen Tagen mussten die Netzabschlußeinheiten angeklemmt und in Betrieb genommen werden, was allderdings reibungslos verlief. Während des gesamten Messebetriebes war ein Helfer der FK vor Ort um technische Probleme - auch in Zusammenhang mit der Funkrichtstrecke von D1, die mehrmals in der Gesprächs-Kapazität vervielfacht werden musste, zu lösen. Zum Abbau eine Woche nach der Messeveranstaltung wurden nochmals acht Helfer eingesetzt, die die Feldfernkabel wieder aufnahmen.

Insgesamt wurden 415 Einsatzstunden geleistet. Das gesamte Netz hatte eine Gesamtlänge von 7200 Meter. Verlegt wurden 18 Feldfernkabeltrommeln. 17 ISDN-Endstellen wurden geschaltet und betrieben. Dies ist nach Einschätzung der Verantwortlichen die bisher größte Kabellänge, die bei einem solchen Einsatz vom THW verlegt worden ist.



15.02.2001 - Verfasser: Thorsten Kraft

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