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Einsatzberichte

Unterstützung für den Umweltschutz

Am letzten Wochenende hat das THW Westerburg in Zusammenarbeit mit dem THW aus Betzdorf am Wiesensee auf Anordnung der Wasserbehörde einen Einsatz für den Umweltschutz geleistet. Rund 7 Millionen Liter Schmutzwasser wurden in einen stillgelegten Teich gepumpt.

Auch in diesem Jahr wurden im Frühjahr Fische im Wiesensee eingesetzt. Bei der Auswahl und der Anzahl der Fische ist ein wichtiger Aspekt, dass mit der Fischzucht das Gewässer in einem guten Zustand gehalten wird. Um die Verkrautung möglichst gering zu halten, werden seit einigen Jahren 4.500 Spiegel- und Schuppenkarpfen eingesetzt. Die Friedfische sorgen dafür, dass eine gewisse Trübung des Wassers, das Pflanzenwachstum am Grund des sehr flachen Sees zurück hält. Daneben wurden Laichzander eingesetzt. Diese sorgen für die Nachzucht des wertvollen Speisefisches. Ende Oktober wird dann der See abgefischt. Am vergangenen Samstag war es wieder soweit. „ Die Karpfen haben gut zugelegt und sind in einem sehr guten Zustand“ so der Fischzüchter Wolfram Stähler von Fischzucht Stähler aus Hadamar Niederzeuzheim. „ Wir können feststellen, dass die Karpfen ohne Zufütterung sehr gut gewachsen sind“. Dagegen war die Ausbeute an Zandernachzucht äußerst gering. Es wurden zwar sehr viele kleine Fische über das Förderband in die Bottische zum Abtransport gefangen, es handelte sich aber über den für den Verzehr wertlosen Kaulbarsch. Der hat wohl die Zanderbrut weitgehend verdrängt.
Mit dem Ablassen des Wiesensees wird gegen Ende der Aktion viel Schlamm gelöst und aus dem See in den Ablauf und damit in den Seebach geschwemmt. Damit dies nicht zu einer starken Gewässerverunreinigung in den Unterläufen führt, gelten für das Abfischen strenge Umweltvorschriften. Das verunreinigte Wasser muss vor der weiteren Einleitung zunächst in einen stillgelegten Fischteich gepumpt werden, wo es sich absetzen kann. In diesem Jahr konnte die Verbandsgemeinde Westerburg, als Eigentümer der Gewässer, wiederrum auf die Unterstützung des THW zurückgreifen. Im Vorfeld war berechnet worden, mit welcher Leistung, das Wasser abgepumpt werden müsse, damit sowohl eine geregelte Fischbergung als auch das Auffangen des Wassers möglich wird. Diese Anforderung gleichzeitig zu erfüllen erfordert eine hohe Pumpreserve, da die Schleusen vom See in den Abfischgraben immer nur stossweise geöffnet werden. Das THW Westerburg wurde bei dieser Aufgabe von dem Ortsverband Betzdorf unterstützt. Für den Gesamteinsatz war der Westerburger Gruppenführer Björn Serowi verantwortlich.Neben drei Elektro-Tauchpumpen mit einer jeweiligen Leistung von 3000 L/min. wurde die beim THW in Betzdorf stationierte große Havariepumpe mit der unglaublichen Förderleistung von 15.000 L/ min in den Einsatz gebracht. Diese Pumpe ist bei den Hochwassern an der Oder und Elbe, in Polen und bei der Überschwemmung in New Orleans eingesetzt worden. So konnten 400 l Schmutzwasser in der Sekunde abgepumpt werden, so dass der Wasserstand im Abfischgraben trotz Öffnung der Schleuse konstant blieb. Damit das Wasser ohne große Schäden am Teichrand zu verursachen, gepumpt werden konnte, hatten die THW-Helfer am Abend zuvor eine Holzkonstruktion in Form eines Steges gebaut. Darauf konnte das Austrittsrohr mit einem Durchmesser von 30 cm sehr gut befestigt werden. Die durch die untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung und der Gewässeraufsicht von der SGD Nord, Abteilung Wirtschaft Montabaur durchgeführten Kontrolle konnte festgestellt werden, das in diesem Jahr kein verschlammtes Wasser in den Seebach gelangt ist. „Die Pumpleistung entspricht genau dem, was erforderlich ist, um das mit Schlamm versetzte Wasser in das sog. Absetzbecken zu fördern“ so Thomas Meuer von der SGD Nord. Die Erfahrungen von diesem Jahr werden in die Planung für das Jahr 2013 einbezogen.


26.10.2012 - Verfasser: Thorsten Kraft

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