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Mit Kraft geht's beim THW weiter

Günther Seekatz als Westerburger Ortsbeauftragter feierlich verabschiedet

Beim Neujahrsempfang des Technischen Hilfswerkes wurde Günther Seekatz als Ortsbeauftragter für Westerburg verabschiedet und zugleich Thorsten Kraft als sein Nachfolger in das Amt berufen.

WESTERBURG. "Ich würde es wieder tun", bekannte Günther Seekatz bei seiner Verabschiedung aus der Funktion als Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerkes (THW) in Westerburg. Den würdigen Rahmen dazu gab der Neujahrsempfang des Technischen Hilfswerkes im Ratssaal Westerburg, zu dem auch viele Ehrengäste - wie die MdLs Angela Schneider-Forst und Ulrich Seiler, Kreisbeigeordneter Kurt Schüler und Stadtbürgermeister Helmut Schönberger - kamen.

Sie alle zollten damit einem Ehrenamtler ihren Respekt und ihre Anerkennung, der seit 1974 dem THW angehört und maßgeblich auf Orts-, Landes- und Bundesebene an der Neuorganisation dieser Hilfseinrichtung beteiligt war (die WZ berichtete).

Welche Etappen Seekatz dabei absolvierte, das wurde bei einer virtuellen Zeitreise durch seine THW-Karriere ins Bild gerückt: 1976 wurde er Zugführer, 1978 Ortsbeauftragter, 1985 Landessprecher des THW Rheinland-Pfalz, 1990 bis 1998 war er Bundessprecher und seit 1999 ist er stellvertretender Landesvorsitzender der THW Landesvereinigung Rheinland-Pfalz. "Turbulente Ereignisse kamen auf mich zu: Der eiserne Vorhang fiel, und einer meiner Aufgaben war es nun, das THW auch in den neuen Bundesländern aufzubauen. Bei all dem hatte ich einen funktionierenden Ortsverband im Rücken, wo ich Basis schnuppern konnte", erzählte Seekatz. Ziel sei gewesen, eine gut funktionierende Hilfsorganisation aufzubauen, die gemeinsam mit den anderen Partnerorganisationen (DRK, Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei, DLRG) für die Gesellschaft und ihre Menschen tätig ist. "Es war m e i n Weg. Ich danke allen, die mich dabei unterstützt haben, insbesondere auch meiner Familie", so die Abschiedsworte von Seekatz.

Noch gut, so berichtete der neue Ortsbeauftragte Thorsten Kraft, erinnere er sich an seinen ersten Abend 1988 beim THW. "Hier bringe ich den neuen Ortsbeauftragten!", sei er von Seekatz den neuen Kameraden vorgestellt worden. "Sie können sich die Verblüffung auch auf meinem Gesicht vorstellen", erzählte der 35-jährige weiter. Es erfülle ihn mit Stolz, nun tatsächlich an die Spitze des Ortsverbandes gewählt worden zu sein. Er freue sich auf die neue Aufgabe als "Erster unter Gleichen". Durch Günther Seekatz habe der Ortsverband "Gesicht, Sprache und Richtung" erhalten, und er sei froh, einen solchen Mentor und Freund zu haben.

Die offizielle Verabschiedung von Günther Seekatz und die Amtseinführung von Thorsten Kraft wurde vom THW-Landesbeauftragten Hans-Albert Lossen vollzogen. "Es ist ihnen gelungen, das THW nach vorne zubringen", dankte er Seekatz. "Dass eine Mannschaft gut funktioniert, hängt auch von der Führungskraft an der Spitze ab. Sie hinterlassen ihrem Nachfolger ein wohl bestelltes Feld". Dem neuen Ortsbeauftragten dankte Lossen für die Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen und wünschte dafür "das nötige Fingerspitzengefühl, das richtige Händchen und Entscheidungskraft".

Die nun folgenden Grußworte unterstrichen noch einmal die Leistung, welche Seekatz in seinem Ehrenamt vollbracht hat. Dass die THW-Ära Seekatz zu Ende gehe, erwecke Wehmut, und zugleich bestehe aller Grund zur Dankbarkeit, betonte der Bürgermeister der VG Westerburg, Gerhard Loos. Insbesondere die funktionierende Partnerschaft der Westerburger Hilfsorganisationen sei beispielhaft. "Diese Kameradschaft und Partnerschaft ist ein Vermächtnis, das es zu pflegen gilt".

Von den Führungseigenschaften des "alten" Ortsbeauftragten zeigte sich MdL Heinz Hermann Schnabel (Vorsitzender der Helfervereinigung Rheinland-Pfalz) beeindruckt. "Günther Seekatz ist so etwas wie der Helmut Kohl der THW-Einheit", betonte Hans-Joachim Derra (Abteilungsleiter Ehrenamt, THW-Leitung Bonn), der zugleich Grüße des Präsidenten überbrachte und als dessen persönliches Dankeschön eine präsidiale Dankesplakette überreichte. Im Namen aller ehrenamtlichen Helfer dankte Frank Schulze (THW-Bundessprecher) dem scheidenden Ortsbeauftragten, der ein hervorragender Teamleader gewesen sei.

Gemeinsam hätten sie versucht, das Ideal der Menschlichkeit zu verwirklichen, betonte Giesbert Wiethoff (Deutsches Rotes Kreuz) im Namen aller Hilfsorganisationen und brachte sodann seinen Dank in Versform vor. Persönlich gehaltene Abschiedsworte schenkte Bernd Balser (stellvertretender Bundessprecher) seinem Westerburger Freund, und im Namen des Ortsverbandes erklärte Reiner Fasel: "Danke, Günther. Danke, für alles - und mögest du noch lange in deinem Ortsverband sein." Mit der Nationalhymne ging der offizielle Teil der Veranstaltung zu Ende, die einen feierlichen Glanz durch die Turmbläser Westerburg erhielt.

Text:Angela Baumeier
aus: Westerwälder Zeitung vom 23.01.2006, Seite 16.




23.01.2006 - Verfasser: extern

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